Und jetzt mal alle lachen. Oder weinen.

Oder sich schämen, wenn man RA/RAin ist und weniger bezahlt als nachfolgend dargestellt.

Quelle: BILD

Lohntabelle-15-5-08

Mir ist fast das Frühstücksbrötchen, das ich mir eigentlich nicht leisten kann, weil ich bei weitem nicht so viel verdiene wie da steht, im Hals stecken geblieben. Aber nicht vor Lachen.

Beim zweiten Blick darauf fällt mir übrigens auf, dass sich die BILD wohl vertan hat. Da wurden offensichtlich die Werte vertauscht, und zwar mit den direkt darüber stehenden Raumpfleger/-innen.

Banken - zufrieden oder nicht?

Es ist schon ein wenig widersprüchlich:

Erst lese ich heute morgen in der Zeitung mit den vier großen Buchstaben, dass Volksbanken und Sparkassen die oberen Plätze - die VoBa sogar Nr. 1 - in der Kundenzufriedenheit belegen, dann wird im Lawblog von Udo Vetter auf einen Beitrag hingewiesen, wie Banken ihre Kunden abzocken.

Und wessen Logo prangt da gut sichtbar neben dem Spruch:
    Volksbanken und Sparkassen nutzen das Vertrauen ihrer Kunden besonders aus, meint die Schutzgemeinschaft der Bankkunden
?

Das der Nr. 1.

Irgendwie widersprüchlich. Oder bezeichnend. Für die Tatsache, wie gut sich Volksbanken und Sparkassen anscheinend darauf verstehen, den arglosen Kunden zu täuschen.

Wer übrigens mal ein Buch aus dem VR-Verlag gelesen hat und die Fähigkeit besitzt, zwischen den Zeilen zu lesen, wird die Unternehmenskultur der Banken vielleicht nachvollziehen können.

Vielleicht aber auch nicht. Vor allem dann, wenn der geneigte Leser noch an das Gute im Menschen glaubt.

Und wenn ich schon vom geneigten Leser spreche:

Der Nichtjurist bzw. nicht in einer Kanzlei Tätige würde sich wundern, was man dort so über verschiedene Banken erzählen könnte. Wenn man dürfte, natürlich. Man darf aber nicht.

Eigentlich schade. Das würde das Zufriedenheitsgefüge ordentlich durcheinanderwürfeln.

Schlechtschreibung bei Behörden

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie wenig elementares Schulwissen doch scheinbar erforderlich ist, um eine Anstellung bei einer Stadtverwaltung zu ergattern.

Jüngstes Beispiel:

Man muss nicht einmal die (neue) deutsche Schlechtschreibung beherrschen. Heute morgen flattert mir der Bescheid einer Stadtverwaltung auf den Tisch:
    Gemäss § ...
Selbstverständlich zierten auch andere Schreibfehler - nicht Tippfehler ! - den Bescheid.

Noch Fragen ?

Ich hätte da eine:

Wieso arbeite ich noch in einer Anwaltskanzlei, anstatt verbeamtet zu sein ? Liegt es daran, dass ich schreiben kann ?

Hatte ich eigentlich schon...

..mal erwähnt, dass der RA gerne ausgiebige Mittagspausen macht ?

Ach ja, ich hatte.

Die heutige dauert bis jetzt ca. 3,5 Stunden. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Update / 16.28 Uhr:

Was macht man eigentlich mit vier Stunden Mittagspause ? Ich kenne das leider selbst nicht. Ist vielleicht ein Anwalt anwesend, der für Aufklärung sorgen kann ? ;-)

"Von Flügeladjutant" bitte!

Ich fühle mich geehrt, um nicht zu sagen, geadelt:

Jurabilis erwähnt mich :-)

Da mache ich doch fein artig einen hoffentlich gelungenen Hofknicks (nicht so wie diese junge Dame hier - das üben wir noch, "Anne-19" !) und sage :

"Ein herzliches Dankeschön!"

Von Herzen. Ehrlich gemeint. Vielen Dank für die Erwähnung und den Link!

Was übrigens das Anmelden bei Jurablogs angeht - mal schauen!

IG ReNo - Neue Chance für die ReNo's ?

Soeben macht man mich auf die IG ReNo, die Interessengemeinschaft der
Rechtsanwalts- und Notariatsfachangestellten
, aufmerksam.
    Die Interessengemeinschaft ReNo ist ein Zusammenschluss motivierter Rechtsanwaltsfachangestellter und Notariatsfachangestellter, die sich Anfang 2008 gegründet hat. Aktuell befinden wir uns in der Gründungsphase zum eingetragenen Verein.
Weiter heißt es dort:
    Die IG ReNo ist eine Interessengemeinschaft, die sich für die beruflichen und sozialen Interessen ihrer Mitglieder, der Arbeitnehmer in Rechtsanwaltskanzleien und Notariaten, einsetzt.

    Die IG ReNo macht es sich zur Aufgabe, das Berufsbild sowie die wirtschaftlichen und sozialen Belange der Rechtsanwalts- und Notariatsangestellten und deren Kollegialität untereinander zu verbessern und zu fördern.

    Die Förderung des Ausbildungswesens und Einflussnahme hierauf ist ebenfalls besonderes Ziel.

    Die Hauptaufgabengebiete sieht die IG ReNo in :
    • Schaffung eines ausgeglichenen Verhältnisses zwischen Arbeitseinkommen und Umfang der Arbeitsleistung mit dem Ziel hinreichender Entlohnung von Angestellten bei gleichzeitig den betrieblichen Erfordernissen entsprechenden Arbeitszeiten;
    • Reformierung der Berufsausbildung, um die Zukunftsfähigkeit zu erhalten und den sich ändernden Arbeitsmarktbedingungen anzupassen;
    • Eintreten für mehr Engagement der Arbeitgeber bei Fortbildungsangeboten, Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten;
    • Eintreten für mehr Dialog zwischen Angestellten und Arbeitgeberorganisationen wie Rechtsanwaltskammern, Anwaltsvereinen, Notarkammern und vergleichbaren Institutionen;
    • Einsetzen für die Interessen des angestellten Personal sowie der Auszubildenden von Rechtsanwälten, Notaren und Patentanwälten insbesondere gegenüber berufsständischen Vereinigungen.
Klingt interessant! Ich bin mal gespannt, was daraus wird.

Die ReNo, der Dienstknecht

Was man per Google nicht alles findet:

Der aufmüpfige Bürovorsteher

Interessante Schilderung; etwas sauer stieß mir dann aber beim zweiten Lesen dieser Satz auf:
    "Knecht" nannten die Anwälte ihn, weil der Vorgänger "Dienstknecht" hieß.
Auch wenn die meisten Anwälte von heute, es sei denn, es handelt sich noch um ein 100jähriges Urgestein, diesen Begriff vermutlich nicht mehr kennen dürften, scheint es sich doch von Anwaltsgeneration zu Anwaltsgeneration weitervererbt zu haben, dass man seine Fachangestellten genau so zu behandeln hat. Meistens jedenfalls.

Und das wird auch fleißig so praktiziert!

Inkassobüros und Rechtsanwaltskanzleien

Vor kurzem schrieb ich über die Arbeitsweise von Inkassobüros.

Heute bekomme ich eine Akte zu sehen, in der eine "Rechtsanwaltskanzlei", die sich wohl dem Masseninkasso verschrieben hat, bei einer Hauptforderung von ca. 700,00 € nicht nur 156,81 € Kosten eines Inkassoinstituts geltend macht (sofern man das dem Standardschreiben entnehmen kann, weil eine Forderungsaufstellung fehlt), sondern auch noch eigene RA-Kosten (ohne genaue Berechnung) von 70,20 €.

Zu allem Überfluss wird dann auch gleich noch mitgeteilt, welche Kosten bei Beantragung eines Mahnbescheides anfallen, das alles nur, um dem armen Empfänger dieses Masseninkassoschreibens Angst einzuflößen.

Ach ja, eine Vollmacht war natürlich auch weder beigefügt noch versichert.

Mal ganz abgesehen davon, dass man über diese Qualität der Sachbearbeitung - insgesamt dreifache RA-Kosten als Mahnkosten - nur noch den Kopf schütteln kann, denke ich auch hier:

Ordentliche Sachbearbeitung ist was anderes. Traurig. Naja, vielleicht ist der Inhaber dieser Mahnkanzlei ja auch gleich am Inkassoinstitut beteiligt ?

Wer weiß das schon... Schade, dass der Mandant den Brief des Inkassoinstituts nicht gleich mit reingegeben hat. Die Querverbindung hätte ich zu gerne mal überprüft.

Parteien und ihr Vertreter

Liebe ReNo-Kolleg-inn-en,

eben flattert mir ein Schriftsatz über das Gericht ins Haus, soweit ja nichts Besonderes. Abähr:

Die gegnerischen Bevollmächtigten schreiben sich im Rubrum unter unsere Partei als Bevollmächtigte, und wir vertreten jetzt also deren Mandantschaft.

Gibt es jetzt schon PartnerParteientausch unter Anwälten ?

Ich frage mich, wie das bei einer mittelgroßen Kanzlei, die auch sicherlich eine Kanzleisoftware einsetzt, passieren kann. Da ist doch ein Fehler im System ?!

Endstation Armenspeisung ?!

Das hat mich doch in meinen Grundfesten erschüttert.

Da fahre ich heute morgen gemütlich wie immer zur Arbeit, quäle mich durch den Berufsverkehr, und sehe ein riesiges Werbeplakat mit einer Aufschrift (sinngemäß): "Endstation Armenspeisung".

Und was fällt mir spontan ein ? Macht jetzt der RENO-Bundesverband endlich mal auf die Missstände im Beruf aufmerksam ?

Natürlich war es nicht vom RENO-Bundesverband...

Beim nächsten Ton...

...ist es zehn Uhr - fünfundviiiiiierzig Minuten - und - null Sekunden.

*piiiiiiiiiep*

Und der Anwalt lässt auf sich warten. Ein Lebenszeichen gibt es noch nicht, aber auch keine Außerhaustermine.

Ich könnte auch sagen:

Deutschland, 10.45 Uhr. Der Anwalt zuhause. Die Rückrufliste in der Kanzlei wächst. Ein ganz normaler Tag.

Flügeladjutant

Aus dem Gehilfenalltag in der Kanzlei... Anwälte sind Fachspezialisten. Die Betonung liegt auf FACH. Was alles andere angeht, sind sie gelegentlich etwas planlos. Genau darum geht es hier - nicht nur, aber auch.

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